Schon als Kind malte Monika Göttinnen an ihre Kinderzimmerwand. Sie suchte nach weiblicher Kraft, nach etwas, das in Schulbüchern nicht vorkam. Frau sein bedeutet für sie heute: „Meinem inneren Ruf folgen und meiner Seele Freiraum geben.“ Monika ist Künstlerin, Jazzsängerin, Mutter und Feministin. Sie hat Jazz studiert, ist autodidaktische Malerin, Workshopgeberin und geht ihren eigenen Weg. Seit über 20 Jahren erschafft sie Kunst, die berührt, aufrüttelt und Raum gibt für Stille und Rausch. Feminismus ist für sie ein Lebensprinzip: „Wenn einen etwas stört, nicht ruhig bleiben.“ Sie spricht offen über die Unsichtbarkeit von Müttern im Kunstsystem: „Ohne Kinderbetreuung können Künstlerinnen nicht sichtbar sein.“ Einen Markt, der Männer bevorzugt und über fehlende Netzwerke für Frauen. Trotz aller Erwartungen blieb Monika sichtbar. Ob es der Satz „Du brauchst dein Atelier eh nicht mehr“ in der Familie war, oder Galerien die lieber auf vermeintliche Sicherheit setzen, sie bleibt unbeirrt und sagt klar und selbstbewusst: „Ich will Künstlerin sein.“ In ihrer Kunst thematisiert sie nicht nur Ungleichheit, sondern lebt kreative Selbstbestimmung. „Ich mache keine Porträts. Ich bleibe mir treu.“ Zwischen Jazz und Farbe, zwischen Struktur und Freiheit hat sie immer Musik im Kopf und singt manchmal beim Malen. Ihr Ziel: „Ich möchte mit meiner Kunst Resonanz erzeugen. Kunst für ganz normale Menschen machen.“ Ihre Botschaft an andere Frauen: „Such dir Mentorinnen. Lass dich nicht stressen von Social Media. Frag dich: Was für eine Künstlerin willst du sein?“ Und wenn sie Kulturministerin wäre? „Ich würde die unabhängige Szene fördern und bei den Großen sparen.“ Neugierig, wie man mit Farbe und Haltung selbstbestimmt den eigenen Weg geht? Hör rein in die neue Folge.
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